Shan-Staat

Abenteuer auf der Hochebene

Der durch Landwirtschaft geprägte Shan-Staat ist die größte der 14 Verwaltungsgebiete Birmas. Auf einem Plateau gelegen besticht die Umgebung durch einen Kranz aus weithin sichtbaren höheren Bergen, der Shan-Hügelkette. Geteilt wird das Land aus Berg und Tal durch den Thanlwin-Fluss, der von Norden nach Süden verläuft. Shan grenzt an China, Thailand und Laos, was ihn zu einem guten Einreisepunkt für Asientouren macht.

Shwe Indein Pagoda - Inle Lake in Myanmar, Shan-Staat
Shwe Indein Pagoda - Inle Lake, Shan-Staat

Das Wetter der Region wird als das angenehmste im ganzen Land beschrieben. Während der für Besucher besten Reisezeit von Dezember bis März liegen die Temperaturen bei 20 bis 27°C und der Regen hält sich in Grenzen. Die üppige Dschungellandschaft und bunten Plantagen sorgen aber auch dann für einen schönen Ausblick. Der Shan-Staat ist aufgrund von Unruhen nicht unbedingt die erste Adresse für Touristen, doch die imposanten Tempelanlagen, in Höhlen versteckten Buddhastatuen und abwechslungsreiche Landschaft ziehen durchaus immer wieder Besucher an.

Vom Dorf zur Hauptstadt

Taunggyis Entwicklung zur Großstadt beginnt 1894, als die britischen Besatzer das Dorf mit einer geringen Anzahl von Hütten zu ihrem neuen Hauptquartier auserwählten. Seitdem stieg die Zahl der Einwohner zunehmend, besonders, als sich Myanmar dem Tourismus öffnete. Inzwischen nennt die Stadt sogar eine Universität ihr eigen, was im ländliche geprägten Shan eine Seltenheit ist. Besonders beeindruckend ist ein Blick auf die östlich gelegene Bergkette, allen voran dem Taung-chun. Richtung Westen hingegen geht es steil bergab mit einem weiten Blick über die Ebene. Ein Besuch des kulturellen Museums eröffnet einen Blick auf die Shan-Kultur. Das Guan Yin Kloster ist Anzugspunkt der chinesischen Minderheit der Stadt, während die St. Joseph Kathedrale Menschen Erzdiözese Taunggyi ist. Im Stadtbild werden Sie viele weitere Hinweise auf deren multikulturellen Charakter erblicken.

Legendäre Höhlen - z.B. die Pindaya-Höhlen

Pindaya-Höhlen
Pindaya-Höhlen

In der Myelat-Region liegt das Dorf Pindaya am Fuße eines Berges. Erklimmen Sie die überdachten Treppen zwischen Marmornen Tempelgebäuden und schroffem Felsgestein, erreichen Sie die sagenumwobenen Pindaya-Höhlen, von denen nur die südlichste für Besucher geöffnet ist.

 

Einmal im Inneren angelangt, glitzert und funkelt es aus allen Richtungen. Denn hier haben es sich tausende, goldene Buddhafiguren bequem gemacht. Kaum zu glauben, dass hier einst eine riesige Spinne gehaust haben soll, die der Geschichte nach sieben Prinzessinnen in ihrer kalten Behausung gefangen hielt, bis sie von Prinz Yawnghwe mit einem sicheren Pfeilschuss erlegt wurde.

Die anderen, nicht zugänglichen, Höhlen sollen einen geheimen Eingang zur verloren Hauptstadt der Bagan-Dynastie in sich bergen.


Die Fischer vom Inle-See

Im Südwesten Shans liegt der 116 Quadratkilometer große Inle-See, eine der größten Touristenattraktionen des Landes und die zweitgrößte Wasserfläche Myanmars. Hier wohnt vor allem die Gruppe der Intha, die dafür bekannt sind, ihre Holzboote mit dem Fuß durch das Wasser zu treiben. Die Praxis entstand daraus, dass die Fischer im Sitzen nicht über die hoch wachsenden Gräser des Sees spähen konnten.

Inle-See, Shan Staat
Inle-See

Neben einer Bootsfahrt, bei der Sie den Alltag auf dem Wasser mit seinen schwimmenden Plantagen und Stelzenbauten erleben können, hat der Inle-See eine Vielzahl an Reizen. Ein besonderes Erlebnis ist der Besuch des schwimmenden Marktes mitten auf dem See, wo Sie das traditionelle Gericht Htamin jin kosten und den unzähligen Handwerkern - von Webern über Silberschmiede bis zu Zigarrenherstellern - über die Schulter schauen können.

Am westlichen Ufer finden Sie das Kloster Nga Phe Kyaung, das den Beinamen "Kloster der hüpfenden Katzen" trägt. Einige Mönche haben es sich hier zur Aufgabe gemacht, das schwierige Unterfangen anzugehen und Katzen für Kunststücke zu trainieren. Im nahegelegenen Hpaung Daw U Kloster sind Sie außerdem während der Zeit des Phaung Daw U Festes richtig. 18 Tage zwischen September und Oktober werden die mit Blattgold verzierten berühmten Buddhastatuen der Pagode mit einer königlichen Barke über den See geschippert. Die berühmten Steh-Ruderer sind der Antrieb dieser heiligen Fracht. Während der Zeit werden außerdem Wettrennen im regionalen Ruderstil veranstaltet.

Geschichte prägt die Gegenwart

Die erste Vereinigung zu einem Staat unter der Herrschaft der Shan-Völker erfolgte während der Bagan-Zeit im 13. Jahrhundert. Die weitere Geschichte des Shan-Staats ist geprägt von Kriegen und wechselnden Königen unter chinesischem oder burmesischem Protektorat. Während der britisch-birmanischen Kriege im 19. Jahrhundert erlangte die Shan-Region eine gewisse Autonomie vom Rest Birmas, die Ihr nach dem Ende des zweiten Weltkriegs und der folgenden Unabhängigkeit Birmas 1948 als zukünftiges Recht zugestanden wurde. Die unterschiedlichen Volksgruppen und Interessengemeinschaften der Region und ganz Birmas machten dies jedoch schwierig.

Farme in Taunggyi
Farmer in Taunggyi

Über viele Jahre hinweg kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Anhängern der separatistischen Bewegung und dem Staat. Die Finanzierung erlangten die Kriegsherren der Region seit den 1960er Jahren durch Drogenhandel und machten Birma so zu einem Teil des berüchtigten "goldenen Dreiecks". Seit den 1990ern jedoch herrscht Waffenstillstand zwischen Regierung und Rebellen und einige kleine Landstriche wurden als unabhängig anerkannt.


Seit der Wende des Landes im Jahr 2010 hat sich einiges getan. Jedoch sei darauf hingewiesen, dass 2013 wiederholt Kampfhandlungen zwischen Regierung und Rebellen stattfanden, auch im nördlichen Shan-Staat. Da hierbei auch unmarkierte Mienenfelder eingesetzt werden, sollten Sie diesen Teil Shans aus Sicherheitsgründen meiden. Das Auswärtige Amt informiert hierzu aktuell.

Anreise Shan Staat

  • Mit dem Flugzeug kommen Sie zum Flughafen Heho, jedoch ist die Anbindung an die Hauptstadt Taunggyi nicht gut ausgebaut. Eine Zuganbindung für Personenverkehr gibt es in die Stadt nicht, also müssen Sie auf Busverbindungen über teilweise schlecht in Stand gehaltene Straßen zurückgreifen. Die Fahrt vom Flughafen dauert rund eine Stunde. Bei der Wahl der Airline sollten Sie auf die Sicherheitsstandards achten, da diese bei einigen Gesellschaften zu wünschen lassen.
  • Mit dem Zug kommen Sie vom Rest des Landes bis ins zwölf Kilometer entfernte Shwenyaung. Von dort geht es auf der Straße weiter. Ein durch den Reiseveranstalter gebuchter Shuttledienst ist zu empfehlen.

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Myanmar Karte
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