Kachin-Staat

Immer abseits der ausgetretenen Pfade - Myanmars wilder Norden

Im hohen Norden von Myanmar liegt zwischen Indien und China einer der schönsten Flecken der Erde. Hier kann der Urlauber noch Abenteuer in unberührter Natur erleben. Die Provinz Kachin-Staat bietet eine atemberaubende Mischung aus schneebedeckten Berggipfeln und dschungelbewachsenen Flussniederungen, die so ganz abseits der üblichen Touristenrouten für alle eine willkommene Abwechslung bieten, die für wahrhaft traumhafte Impressionen auf ein wenig Komfort verzichten. Die Provinz bietet ideale Voraussetzungen für Bergsteiger und Outdoor-Fans.

Kachin-Staat
Kachin-Staat

Größte Stadt in der zweitgrößten Provinz Myanmars ist die zentral gelegene Provinzhauptstadt Myitkyina. Einer der längsten Flüsse der Erde fließt durch Myanmar: der Ayeyarwady (Irrawaddy). Seine Quellen liegen in den Ausläufern des südlichen Himalaya etwa 400 Kilometer nördlich der Provinzhauptstadt Myitkyina. Etwa 40 Kilometer von Myitkyina fließen die beiden glasklaren Quellflüsse zu einem einzigen Strom zusammen. Bei einer Gesamtlänge von stattlichen 2.100 Kilometern mündet er schließlich bei Yangon in die Andamanensee.

Ein außergewöhnliches Fest feiert die ganze Stadt im Januar: das Kachin-Manaw-Festival. Der Nationaltag, der auf den 10. Januar fällt, ist ein ganz besonderer gesellschaftlicher Höhepunkt in der Tradition der Kachin. An diesem Tag wird nicht nur das neue Jahr begrüßt, sondern auch errungene Siege und Freundschaften gefeiert. In der alten, animistischen Tradition der Kachin gibt es insgesamt zehn verschiedene Manaw-Feste, die mit viel Tanz in farbenfrohen Trachten, Tieropfern, Musik und einer Menge Alkohol gefeiert werden. Das Fest zu Jahresbeginn kann bis zu vier Tage dauern. Alle indigenen Völkerstämme versammeln sich auf dem riesigen Marktplatz von Myitkyina zu Ehren ihres Schöpfers und feiern zusammen.

Größter Jadestein der Welt entdeckt

Myanmar ist einer der größten Exporteure von Jade. Die meisten dieser edlen Steine werden in der krisengeprägten Nordregion - im Land der Kachin - entdeckt, in der Rebellen seit über einem halben Jahrhundert gegen die Regierung kämpfen. Erst vor kurzem ist in diesem Gebiet ein Jadestein riesigen Ausmaßes entdeckt worden, der über fünf Meter hoch sein und an die 50 Tonnen wiegen soll.

Sehenswertes in der Provinz Kachin-Staat

  • Bhamo: Erst um 1700 gegründet, war Bhamo einst Hauptstadt eines längst vergessenen Königreiches. Noch heute sind die Ruinen der alten Stadtmauer zu bewundern. Die heutigen Einwohner, meist Chinesen und Kachin, treiben einen regen Handel mit Edelsteinen, die in den vielen Minen der Provinz abgebaut werden. Besuchenswert sind ebenfalls die Pagoden Taung Lailon Datpaungzu und Theindawgyi.
  • Putao: Im nördlichsten Teil der Provinz liegt die einstige Hauptstadt der Region Putao. Sie ist nur mit dem Flugzeug erreichbar. Wenn am Morgen die Sonne aufgeht, glitzern die umliegenden, schneebedeckten Berge wie Edelsteine. Hier liegt der Ausgangspunkt für gewagte Touren in die unberührte Wildnis: Trekking, Rafting oder Klettern. Neben einigen Mittelgebirgszügen ist hier auch der höchste Berg Südostasiens, der Hkakabo Razi (5.881 Meter) anzutreffen. Wer hier bergsteigen oder klettern möchte, sollte allerdings Erfahrung und eine wirklich gute Kondition mitbringen. Die meisten Gipfel der Region liegen zwischen 3500 und 4000 Meter Höhe. Berühmt ist diese Gegend auch für ihre rauschenden Gebirgsbäche und strohbedeckten Hütten in einsamen Bergdörfern. Zahlreiche Hängebrücken sind für den Wanderer die einzige Möglichkeit, Flüsse zu überqueren. Flora und Fauna der Region sind einzigartig. So können hier die seltenen schwarzen Orchideen und eine Vielzahl an Großwild und Affen angetroffen werden.
  • Indawgyi See: Etwa drei Stunden Fahrtzeit südlich von Myitkyina liegt der größte Binnensee Südostasiens. Die etwa 20 Dörfer rund um dessen Ufer werden vorwiegend von Shan und Kachin bewohnt, die von der Landwirtschaft leben. Der See liegt inmitten des Naturreservates zum Schutz der heimischen Wasservögel und Zugvögel und beherbergt eine Vielzahl seltener Vogelarten, die hier bei ihrer Rast oder Brut beobachtet werden können.

Wetter und Klima

Myitkyina liegt in einer Talsenke und hat daher unter extremen Wettereinflüssen zu leiden. Im Sommer kann es tagsüber sehr heiß werden, während der Regenzeit drohen der Stadt starke Überschwemmungen. Bei Reisen in die Ausläufer des Himalayas ist sowohl regenfeste wie auch warme Kleidung ein absolutes Muss. Während es in den zahlreichen grünen Tälern meist warm ist, sind die Höhenlagen teilweise von Dauerfrösten und ewigem Eis geprägt.

Unterkünfte

Hotels und Unterkünfte mit hohen Standards sind im Norden von Myanmar in der Regel rar und teuer. Die Qualität entspricht oftmals nicht den Erwartungen der Reisenden, die diese wegen der durchweg recht hohen Preise stellen. Zudem sind viele große Anlagen in staatlicher Hand. Wer nachhaltig die Bevölkerung unterstützen möchte, kann seine Unterkunft im privaten Bereich suchen. Sehr viel häufiger anzutreffen sind dann auch einfache Zimmer oder Hütten, teilweise für Rucksacktouristen auch Mehrbettzimmer und Schlafsäle. Am besten einfach bei einem Taxifahrer oder einem Einheimischen nachfragen, dann findet sich immer schnell ein günstiger Schlafplatz, manchmal sogar mit Familienanschluss. Wer in den Bergen eine Trekking-Tour unternimmt, sollte Zelt und Schlafsack im Gepäck haben.

Ein paar Worte zur Reisefreiheit

Zwar sind zwischenzeitlich die meisten Sperrregionen von der Regierung für Touristen geöffnet worden, im nördlichen Teil des Landes sind aber immer noch spezielle Genehmigungen für einige Gebiete (beispielsweise um den Hkakabo Razi) erforderlich. In der Regel wird ein Antrag von der örtlichen Behörde innerhalb von ein bis zwei Tagen genehmigt. Bei geführten Touren wird eine solche Lizenz meist vom Veranstalter beantragt.

Respekt vor den Gefühlen und Traditionen zeigen

Auch wenn in Myanmar für unsere Verhältnisse aufgrund der schlechten Infrastruktur so einiges schleppend langsam geht - fragen Sie niemals einen Busfahrer, wann Sie an Ihrem Ziel ankommen. Die Menschen in Myanmar sind sehr (aber) gläubig, und der Ansicht, dass böse Geister heraufbeschworen werden, wenn vor dem Erreichen des Ziels eine Frage nach der Ankunftszeit beantwortet wird. Im besten Fall erhalten Sie einfach keine Antwort.

Anreise

  • Haupttransportmittel in Myanmar sind Busse. Überall dort, wo sich seit der Öffnung des Landes Touristen aufhalten, verkehren Buslinien. Fahrpläne gibt es in vielen Fällen jedoch nicht. Am besten ist es, wenn der Reisende in der Pension nachfragt, wo die Haltestellen sind und wann üblicherweise die Busse fahren. Die Reisezeiten sind in der Regel wegen der großen Entfernungen und der schlechten Straßenverhältnisse sehr lang (10-12 Stunden sind keine Seltenheit).
  • Mit dem Flugzeug: Alle großen deutschen Flughäfen fliegen zwischenzeitlich Yangon an. Von Yangon und Mandalay aus erreichen kleine Flugzeuge Myitkyina.
  • Mit dem Zug: Es gib tägliche Zugverbindungen von Yangon nach Mandalay, von dort aus mit der Zugnummer 33,37,41,55 und 57 nach Myitkyina, wo sich die nördlichste Anschlussstelle in Myanmar befindet (ca. 17 Stunden Reisezeit ab Mandalay). Fahrkarten sind an den örtlichen Stationen erhältlich, Reservierungen werden noch über handschriftliche Listen geführt.

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Myanmar Karte
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