Bagan

Die historische Königsstadt in Myanmar

Bagan gehört zu den historisch bedeutenden Orten in Südostasien mit bewegter Vergangenheit. Bagan liegt im heutigen Staat Myanmar, am Mittellauf des Irrawaddy Flusses im zentralen Bereich des früher Burma genannten Landes. Die Entfernung zur südlich gelegenen Stadt Rangoon beträgt 700 km, die Stadt Mandalay befindet sich knapp 300 km nordöstlich. Gegründet wurde Bagan wahrscheinlich bereits in der vorchristlichen Antike, aber sein Beginn einer "Blütezeit", kann in etwa auf die Mitte des 9. Jahrhunderts unserer Zeitrechnung bestimmt werden.

Sonnenuntergang in Bagan
Bagan

Unter dem Gottkönig Anawratha gelang erstmals eine erfolgreiche Vereinigung verfeindeter Burmesenstämme. Die Zivilisation der Pagan (Bagan Imperium) nahm an Ausdehnung und Einfluss mächtig zu und gehörte zu den Zivilisationen des frühen, asiatischen Mittelalters, welche von Völkerkundlern in einem Atemzug mit dem Angkorianischen Imperium (Angkor Wat) erwähnt werden. Das Bagan oder Pagan Imperium war buddhistischer Prägung (Theravada Buddhismus) und eines der führenden Ausbildungszentren in ganz Asien.

 

Heerscharen von Mönchen und Studenten kamen seinerzeit nach Bagan, um sich in den Künsten und Wissenschaften unterweisen zu lassen. Den Überlieferungen nach, kamen die Wissensdurstigen damaliger Epochen sogar aus dem fernen Indien, dem heutigen Vietnam und aus verschiedenen chinesischen Regionen. Kein Geringerer, als der Urvater aller westlichen Reisenden, der berühmte Marco Polo, wählte Bagan im späten 13. Jahrhundert als südöstlichste Reisedestination seines dokumentierten Asientrips. Marco Polos Weiterreise brachte ihn wiederum an den Hof des großen Mongolenführers Khublai Khan im heutigen Peking, von wo aus er mit einiger Verzögerung seine Heimreise per Schiff antrat.

Highlight: Ballonfahrt über Bagan

Viele Pagoden haben eine Spitze, welche entfernt von der Form her an ein umgedrehtes Eiscremewaffelhörnchen erinnert. Die Summe dieser Spitzen verschafft dem Betrachter eine "Skyline", welche wohl weltweit einzigartig ist. Auf rund 42 km² Fläche präsentiert sich dem Besucher ein wahres Wunderland aus längst vergangener Zeit. Zu den guterhaltenen Prachtbauten gehören die Stupas und Tempel von Ananda Pahto,Shwesandaw, die Shwezigon Pagoda, die Thatbyinnyu Pagoda (66 m hoch!) und der recht gut erhaltene Shwegugyi Tempel, sind nur eine Auswahl davon.

Ballonfahrt über Bagan
Ballonfahrt über Bagan

Die wohl beeindruckendsten Erinnerungen und Fotos oder Filme bringen sicherlich Touristen mit, welche den Mut zur Attraktion "Ballooning over Bagan" hatten. Außer in der Sommerphase (widriges Ballonwetter), starten täglich Heißluftballons mit ihren Passagieren zu Ballonfahrten über dem Areal. Aus der echten und ungetrübten Vogelperspektive, bietet sich an Bord der Gondeln eine unvergleichliche Rundumsicht in völlig geräuschloser Manier. Selbst erfahrenen Ballonfahrern bleibt hier im wahrsten Sinne des Wortes "die Spucke weg". Zu majestätisch wirkt das hier gebotene und volle 360° umfassende Livekino auf jeden. Selbst für viel herumgekommene Weltenbummler ist das hier die Gelegenheit zu einem wahrhaft unvergessen bleibenden Reisehöhepunkt. Reisejournalisten aus aller Welt loben diesen Schwebeflug als absolutes Superlativ möglicher Highlights einer Fernreise.

Eine Ballonfahrt über Bagan können wir natürlich in Ihre Rundreise mit einbauen.


Das angebotene Programm wird von den Britischen Luftverkehrsbehörden sicherheitszertifiziert und gilt als sehr professionell, eine Insassenversicherung ist im Preis inkludiert. Kindern unter 8 Jahren und Schwangeren wird das Ballonfahren nicht angeboten. In den Monaten Oktober bis Ende März sind die Winde gemäßigt und das Ballonfahren völlig unproblematisch. Die Ausrüstung wird übrigens vom weltweiten Marktführer in Sachen Heißluftballons (Cameron Balloons Ltd., UK) erworben und auch gewartet.

Aufstieg und Blütezeit Bagans

Bagan bestand in der späten Blütephase aus 13.000 oder mehr Tempeln und reich verzierten, religiösen Prachtbauten, von denen ungefähr 2.200 die Zeit bis heute überlebt haben. Während manche von Diesen noch ihre ursprüngliche Herrlichkeit vermuten lassen, sind andere in mehr oder weniger erodiertem Zustand.

Die kriegerischen Mongolenhorden beendeten um das Jahr 1287 Bagans Blütephase nachhaltig und während Khublai Khan (übrigens ein Enkel des Dschinghis Khans) seine frisch gegründete Yuan-Dynastie bis hierher ausdehnte, geriet Bagan und das Pagan Imperium fast in historische Vergessenheit. Nur recht wenige der Tausende von Tempeln wurden auch weiterhin von Mönchen bewohnt und entsprechend gepflegt. Das relativ trockene und recht windige Klima dieses Landesteils, bescherte den abgelegeneren und verlassenen Gebäuden ein überaus hohes Maß an Erosion. Zuerst musste immer das oft kunstvoll verarbeitete Äußere daran glauben und recht schnell lagen die strukturellen Komponenten der beeindruckenden Sakralbauten frei. Besonders westlich des Flusses Irrawaddy, herrschten hochfrequent aggressive Klimaerscheinungen mit wüstenähnlichen Charakteristiken.

Bagan verfügt heutzutage deshalb über die gesamte Bandbreite möglicher Erhaltungszustände gestreute Bauwerke. Nicht immer wurden frühe Restaurierungsversuche auch von der nötigen Handwerkskunst der Restaurateure begleitet, was auch die UNESCO bisher davon abhielt, dem Terrain von Bagan den begehrten Status eines "Weltkulturerbes" zu verleihen. Einen Anspruch darauf kann der heutige Besucher mit Fachkenntnis zu historischen Bauwerken aber sicherlich nicht leugnen. Zu eindrucksvoll ist der Anblick von dem, was der nagende Zahn der Zeit der Nachwelt hinterlassen hat.

Aufstieg und Blütezeit von Bagan

Erbarmungslos geführte Konflikte bewaffneter Art, sorgten in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts für immer wieder auflodernde Scharmützel und Unruhen im Land. Eine Militärjunta unterdrückte über Jahrzehnte nicht nur Andersdenkende, sondern verhinderte auch nachträglich ein Aufblühen des Tourismus, während dieser beispielsweise bei den thailändischen Nachbarn ab den 70er Jahren nur so boomte.

Etliche der Rebellenverbände haben mittlerweile Waffenstillstandsabkommen mit der Regierungsjunta vereinbart und kriegerische Aktionen beendet. Andere haben die Kampfhandlungen eingestellt oder sich aufgelöst. Ein völliger Frieden zeichnet sich als Silberstreif am Horizont des Landes ab, denn der Konflikt verliert permanent weiter an Brisanz. Die ersten multilateralen Versuche der Begegnung und des grenzüberschreitenden Handels mit den friedlichen Nachbarstaaten Myanmars, werden von der Staatengemeinschaft ASEAN (Verbund Südostasiatischer Länder) und auch der UN begeistert gefeiert und ein spürbarer Anstieg der Besucherzahlen ist ebenfalls eine unmittelbare Folge der Normalisierung dort.

 

Ein friedliches Miteinander der unterschiedlichsten Völker und Stämme in der ehemals britischen Kolonie, erscheint erstmals seit der Entlassung Burmas in die Unabhängigkeit (1948) keine Utopie mehr. Die ethnische Vielfalt des Landes und die Tatsache, dass sich der Staat erstmals auf breiter Front den Gästen öffnete, bereichert die Anzahl möglicher Destinationen für etwas verwegenere Touristen um ein echtes Schmankerlziel. Im Staate Myanmar gibt es weniger ausgetretene Pfade und der Mut der Reisenden wird noch reich belohnt. Kaum ein anderes Land hatte in den Boomjahrzehnten des Ferntourismus solch ein Mißverhältnis zwischen dargebotenen Attraktionen und angereisten Bewunderern der facettenreichen und historisch gewachsenen Kultur. Mit einem burmaerfahrenen Reisepartner an Ihrer Seite, kann der Abstecher in dieses herrlich unverdorbene Land zu einem wirklichen Reisegrund oder Reisehighlight werden. Schon in wenigen Jahren wird Burma dem Massentourismus nach und nach die Pforten öffnen und das heutige, noch etwas verträumt wirkende Reiseland mit dem besonderen Flair nur noch real in den Schilderungen der etwas abenteuerbereiten Reisenden von heute zu finden sein.

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Myanmar Karte
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