Kriminalität in Myanmar

Kriminalität: Myanmar ist ein sicheres Reiseland

Myanmar steht erst am Anfang seiner touristischen Entwicklung. Tatsächlich ist es Touristen erst durch den im Jahr 2011 einsetzenden Demokratisierungsprozess möglich, das Land in Südostasien zu bereisen. Davor gab es eine Militärjunta, die freies Handeln und Denken unterdrückte. Und so kommt es, dass sich diese Spannungen immer mal wieder entladen, wenn unterschiedliche Religionen oder Regierungstruppen und Rebellen aufeinandertreffen. Wie sicher ist Myanmar tatsächlich, welche Gefahren gibt es und welche können Touristen gefährlich werden? Wie sollten Sie sich verhalten, damit Sie nicht selbst mit dem Gesetz in Konflikt geraten? Wir haben die wichtigsten Informationen für Sie zusammengetragen.

Die Kriminalität ist in Myanmar derzeit noch sehr gering verglichen zu anderen Ländern.
Die Gefahr für den Touristen durch Kriminalität ist in Myanmar sehr gering.

Es sind vor allem die für Touristen frei zugänglichen Gebiete, in denen Sie sich ohne Sicherheitsrisiken frei bewegen können. Das gilt selbst für allein reisende Frauen. Die in Myanmar lebenden Menschen begegnen Touristen stets freundlich und respektvoll und sind sehr zuvorkommend. Ein freundliches Lächeln wird mit einem ebenso freundlichen Lächeln beantwortet. Die Birmanen sind interessiert, aber dennoch sehr zurückhaltend. Alleinreisende Frauen sind allerdings bezüglich ihres Aktionsradius eingeschränkt. Viele Tempel und Pagoden dürfen nur von Männern besichtigt werden. Darauf weisen englischsprachige Schilder hin, die Frauen den Zutritt untersagen. Meistens sind davon besondere heilige Stätten, aber auch kleinere Tempel betroffen.

 

Diebstahl gibt es in Myanmar sehr selten. Das ist sicher ein positiver Aspekt für Touristen, der einen einfachen und sachlichen Grund hat. Es sind vor allem die exorbitanten Strafen, die Birmanen davon abhalten, andere zu bestehlen. Allerdings ist die Bevölkerung grundsätzlich sehr ehrlich, und so kommt es regelmäßig vor, dass zu viel bezahltes Geld nicht eingesteckt, sondern ehrlich zurückgegeben wird. Dennoch ist es sinnvoll, die üblichen Vorsichtsmaßnahmen zu beachten. Geld oder Schmuck sollten Sie nicht öffentlich zur Schau stellen, sondern es an verschiedenen, sicheren Orten aufbewahren oder nicht sichtbar bei sich tragen. Rücksäcke oder Taschen sollten immer sorgfältig verschlossen werden. Besondere Vorsicht sollten Sie bei nächtlichen Fahrten mit Bus oder Bahn walten lassen. Wertsachen sollten Sie im Brustbeutel oder Bauchgurt direkt am Körper tragen, da die Gefahr besteht, dass Sie möglicherweise einschlafen. Als ausländischer Besucher sind Sie übrigens in Myanmar verpflichtet, Ihren Reisepass dauerhaft bei sich zu tragen, sodass Sie sich jederzeit legitimieren können.

Politische Gefahrenlage: Spannungen aufgrund des noch laufenden Demokratisierungsprozesses

Mit dem laufenden Demokratisierungsprozess hat sich die innere Sicherheitslage in Myanmar zumindest teilweise oder soweit beruhigt, dass Spannungsfelder für Touristen kaum wahrnehmbar sind. Trotz mehrerer Waffenstillstandsabkommen kann es immer wieder zu Spannungen zwischen Rebellengruppen ethnischer Minderheiten und den Regierungsgruppen kommen, die jederzeit zu einem bewaffneten Konflikt aufflammen und zu Ausschreitungen führen können. Das gilt insbesondere für die Provinzen Shan, Rakhine und Kachin. Weniger konfliktreich sind die Provinzen Mon, Kayah und Kayin, die von bewaffneten ethnischen Gruppierungen kontrolliert werden. Auch zwischen den verschiedenen ethnischen Gemeinschaften bestehen Spannungen, die jederzeit zu gewaltsamen Zusammenstößen führen können, die in der Vergangenheit zahlreiche Todesopfer gefordert haben. So kann es immer mal wieder vorkommen, dass über einzelne Gebiete der Ausnahmezustand verhängt und Reisen untersagt werden.

 

Mögliche Gefährdungen kommen auch von anderer Seite. Es ist die mittlerweile weltweite Terrorgefahr, die auch in Myanmar vorhanden ist und die eigentlich das einzige Sicherheitsrisiko darstellt. Da die Informationspolitik in Myanmar eher verhalten ist, ist die tatsächliche Gefahr

 für Touristen nur schwer auszumachen. Diesbezüglich ist es sinnvoll, wenn Sie sich vor der Abreise auf den Webseiten des Auswärtigen Amtes informieren und den dort genannten offiziellen Hinweisen Folge leisten.

In Myanmar sollte man sich von Demonstrationen und politischen Kundgebungen aller Art fernhalten.
In Myanmar sollte man sich von Demonstrationen aller Art fernhalten.

Regionale Gefahrenzonen in Myanmar

Neben den bereits genannten Risiken gibt es auch solche, die auf bestimmte Regionen begrenzt sind. Mögliche Gefahren sind beispielsweise Landminen, die sich in früheren oder auch aktuellen Konfliktzonen befinden. Das gilt unter anderem für die Provinzen Mon, Kayin, Chin und Kayah. Das Problem ist, dass diese Gebieten nur selten markiert oder abgesperrt sind. Wenn Sie auf eigene Faust in Myanmar unterwegs sind, sollten Sie in den genannten Regionen häufig genutzte Wege gehen oder strikt der Straßenführung folgen.

  

Eine mögliche Gefahrenzone ist auch der Norden der Provinz Rakhine. Seit 2012 gibt es dort immer wieder Unruhen zwischen buddhistischen und muslimischen Bevölkerungsgruppen, die noch im Oktober 2016 zahlreiche Sicherheitskräfte und Rebellen das Leben kostete. Abhängig von der aktuellen Lage erhalten Touristen keine Reisegenehmigung für gefährdete Gebiete. Abgeraten wird außerdem von Reisen in die an Myanmar angrenzenden Regionen. Namentlich sind das Thailand, Indien, China, Laos und Bangladesch. Trotz der Waffenstillstandsabkommen kommt es immer wieder zu ethnischen Spannungen und auch zu Auseinandersetzungen zwischen Rebellen und Regierungstruppen. Meistens sind die Grenzgebiete vermint, sodass Sie diese auch deshalb meiden sollten.

Fremde Länder, andere Rechte und Gesetze: Diese Regeln sollten Sie als Tourist beachten

Als Tourist sollten Sie einige Regeln beachten, die Sie dafür schützen, selbst ins Visier der Polizeibehörden zu geraten. Vermeiden Sie es, sich mit Einheimischen auf politische Diskussionen einzulassen. Ebenso sollten Sie als Ausländer darauf verzichten, an einer Protestkundgebung oder an einer Demonstration teilzunehmen. Das ist ebenso strafbar wie kritische Äußerungen in Bezug auf die Regierung. Auch der Besitz von Betäubungsmitteln ist in Myanmar strafbar und kann mit langjährigen Haftstrafen bis hin zur Todesstrafe geahndet werden, was selbst für den Besitz kleinster Mengen gilt.

 

Die Vorstellungen bezüglich der Moral weichen in Myanmar von denen europäischer beziehungsweise westlicher Kulturen deutlich ab. So sind Prostitution und auch der Besitz von pornographischem Material strafbar. Das gilt übrigens auch für gleichgeschlechtliche Handlungen, die in der Öffentlichkeit nicht nur verboten, sondern auch strafbar sind. Auch wenn Sie noch so gerne alles und jeden mit dem Smartphone oder einer Kamera für immer festhalten möchten - auch hier ist Vorsicht geboten. Nicht erlaubt ist es beispielsweise, uniformierte Personen zu fotografieren. Gleiches gilt für militärische Einrichtungen sowie für alle öffentliche Bauten, beispielsweise Flughäfen und Brücken. Respektloses Verhalten gegenüber der buddhistischen oder jeder anderen Religion sind ebenfalls strafbares Handeln. Strafbar sind auch Tätowierungen, die buddhistische Elemente oder Symbole anderer Religionen verbildlichen und öffentlich zur Schau getragen werden. Es muss an dieser Stelle wohl nicht erwähnt werden, dass die Haftbedingungen in Myanmar mit denen in deutschen Gefängnissen nicht vergleichbar sind.

Insgesamt ist es wichtig, dass Sie sich vor Ihrer Reise nach Myanmar bewusst machen, dass es sich um ein überwiegend buddhistisches Land handelt, in dem Rituale und spirituelle Zeremonien einen hohen Stellenwert haben und in das Alltagsleben einfließen. Es ist deshalb sinnvoll, sich bezüglich des Verhaltens und der Kleidung an die regionalen Gegebenheiten zumindest anzunähern. Auf diese Weise nehmen Sie auf die Gepflogenheiten dieses wunderbaren Landes Rücksicht. Dafür dürfen Sie ein Land genießen, das noch nicht von den Spuren eines ausufernden Tourismus heimgesucht wurde. Freuen Sie sich stattdessen auf harmonische Begegnungen mit Land und Leuten!

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Myanmar Karte
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