Malaria in Myanmar

Malaria wird auch Sumpffieber, Wechselfieber oder Kaltes Fieber genannt und ist in Burma durchaus verbreitet.

Unter der Malaria wir eine parasitäre Infektionskrankheit, die über Stiche infizierter Mücken übertragen werden kann. Sie ist mit 300 - 500 Millionen Fällen weltweit jährlich ganz weit vorne in der Liste der am weitest verbreiteten und gefährlichsten Krankheiten. Immerhin erliegen knapp 1,2 - 1,7 Millionen Menschen der Malaria - und das in jedem Jahr!

 

Laut Angaben der WHO leben knapp 40 % aller Menschen in sogenannten Malaria-Gebieten - 90 % der Gesamt-Infektionen betreffen allerdings das tropische Afrika. Weitere Risikogebiete sind Asien, Südamerika und der indische Subkontinent.

Eine Impfung gegen die Malaria gibt es nicht und die früher angeratene Prophylaxe hat sich mittlerweile als relativ wirkungslos erwiesen, deshalb sollte man den Fokus darauf richten, einfach nicht von Mücken gestochen zu werden.

Malaria Myanmar
Malaria Report der WHO

Der Viruserreger und seine Verbreitung

Es gibt verschiedene Malaria-Typen:

 

  • Plasmodium falciparum führt zur Malaria Tropica, der gefährlichsten Form der Krankheit. Sie muss innerhalb von ein bis zwei Tagen behandelt werden, da sie ansonsten tödlich verlaufen kann.
  • Plasmodium ovale & Plasmodium vivax: lösen die Malaria tertiana aus. Sie kann meistens gut behandelt werden.
  • Plasmodium malariae: resultiert in der Malaria quartana, die ebenfalls meist gutartig verläuft.

 

Für die Verbreitung der Krankheit ist die weibliche Anapher Mücke verantwortlich. Sie sticht meist in den Dämmerungs- oder Abendstunden zu. Durch den Stich wandern die einzelligen Parasiten (Plasmodien), die den Erreger in sich tragen, direkt in die Nieren und fallen dort die roten Blutkörperchen an. Sind diese zerstört, bricht die Krankheit aus, was sich in extrem hohem Fieber bemerkbar macht.

Eine Ansteckung von Mensch zu Mensch kann nur bei Blutkontakt oder von der Mutter zum ungeborenen Kind erfolgen. Eine Verbreitung durch andere Körperflüssigkeiten als Blut gilt als ausgeschlossen. Bis zu einem Ausbruch der Krankheit können Tage bis hin zu Monaten vergehen.

Verbreitung und Risikogebiete in Myanmar

Myanmar ist ein "Malaria-Land". Ein verstärktes Risiko einer Ansteckung besteht während der Regenperioden von März bis Dezember. Je feuchter es ist, desto besser können sich die Mücken vermehren.

Die Hauptstadt Yangon sowie Mandalay gelten heute als malariafrei. Auch in Höhenlagen von über 1000 m ist das Risiko einer Ansteckung eher gering, genau wie in den südlichen Teilen von Arakan (Strand von Sandoway).

Ein mittleres Risiko, sich mit Malaria anzustecken, besteht im Grenzgebiet zu Thailand, also im östlichen Shansowie im südwestlichen Chin, das im Grenzgebiet zu Bangladesch und Indien liegt.

Symptome und Behandlung von Malaria

Symptome Malaria
Symptome Malaria

Die Malaria-Erreger greifen die roten Blutkörperchen an und nisten sich in ihnen ein. Sind sie voll entwickelt, platzt das Blutkörperchen und die Erreger gelangen in den Blutkreislauf, wo sie sich immer weiter ausbreiten.

Bei der gefährlichsten Form, der Malaria tropicana, können die Symptome folgendermaßen aussehen:

  • Sehr hohe Fieberschübe
  • Kreislaufbeschwerden
  • Durchfall und starkes Erbrechen
  • Nierenfunktionsstörungen
  • Herzrhythmus- und Atemstörungen
  • Dadurch entstehend fehlende Sauerstoffversorgung von Lunge, Gehirn oder anderen Organen

Bei den anderen Formen der Malaria kommt es zu starken Fieberschüben, meist gepaart mit Schüttelfrost und in manchen Fällen Durchfall und Erbrechen. Während die "harmlosen" Formen der Malaria ambulant behandelt werden können, sollte man sich im Falle einer medizinisch festgestellten Malaria tropicana unbedingt schnellstmöglich in stationäre Behandlung begeben.

Bei der Malaria tropicana geht es tatsächlich um Stunden! Je früher sie behandelt wird, desto größer sind die vollständigen Genesungschancen. Um die Krankheitserreger im Körper wirksam zerstören zu können, wird mit einer Kombination aus verschiedenen Medikamenten gearbeitet (z. B. Atavoquon mit Proguanil).

Bei den anderen Formen der Malaria reicht oft die Verabreichung des Medikamentes Chloroquin.

Malaria-Prophylaxe

Noch bis vor wenigen Jahren galt die Malaria-Prophylaxe als unabdingbar, wenn man eine Reise in ein Risikogebiet plante. Dabei wurden durch die Einnahme von Medikamenten nicht die Erreger bekämpft, sondern die Symptome unterdrückt, bis der Virus von alleine abstarb.

 

Allerdings haben sich die Malaria-Erreger mittlerweile an die Prophylaxe "gewöhnt" und Resistenzen dagegen gebildet. Das und die Tatsache, dass man die Medikamente schon mehrere Wochen im Voraus nehmen muss und diese über einige heftige Nebenwirkungen verfügen, haben dazu geführt, dass heute nur noch bei Reisen in extreme Risikogebiete mit schlechter medizinischer Versorgung (z. B. Zentralafrika) zu dieser Form der Prophylaxe geraten wird.

Risikominimierung und Schutz vor der Krankheit

  • Mehrmals täglich Mückenschutzmittel (Repellentien mit DEET) auftragen
  • In der Dämmerung auf langärmelige Oberteile und Hosen wechseln
  • Klimaanlage im Zimmer laufen lassen, auch tagsüber, wenn niemand im Zimmer ist.
  • Rundum-schließendes Moskito-Netz um das Bett befestigen, welches mit dem Insektenschutzmittel Permethrin behandelt wurde.
  • Kleidung ebenfalls mit Permethrin imprägnieren
  • Mückenschutzlichter, Duftkerzen, Spiralen etc. nutzen

Lesen Sie ausführliche Informationen zum Thema: Mückenschutz während der Myanmar-Reise

info@myanmar-spezialisten.com
Schreiben Sie uns
Reiseanfrage

Persönliche Reiseberatung - individuell und treffsicher. Kein nebelhaftes "Kataloggeschwätz", keine lieblosen Massenangebote. Wir entwerfen Ihnen eine maßgeschneiderte und hochwertige Myanmar Reise.

Reisetermin, Reiseroute und Hotels genau nach Ihren Vorgaben - portioniert mit unsere Erfahrung.

Hohe Flexibilität während Ihrer Rundreise, denn Sie reisen mit einem privaten Tour-Guide und/oder Fahrer. Persönliche Ansprechpartner sind vor Ort. KEIN Callcenter!

Außerdem sind wir ebenfalls für die Destinationen Thailand, Laos, Kambodscha und Vietnam tätig und können Ihren Urlaub somit gekonnt kombinieren.

Myanmar eindrucksvoll erleben:

Angebot: 10-tägige Rundreise ab/bis Yangon. Burmas Höhepunkte - Reiseverlauf individuell veränderbar.

Burma Reise - 10 Tage Rundreise
Eindrucksvolle Erlebnisse in Burma

Thailand & Myanmar kombinieren:

Angebot: 12-tägige Reise ab Chiang Rai (Thailand) - zu den ethnischen Minderheiten im Shan-Staat in Myanmar - Reiseverlauf ist wie immer individuell veränderbar!

Reise ab Chiang Rai (Thailand) nach Myanmar zu den ethnischen Minderheiten im Shan Staat.
Rundreise ab Thailand nach und durch Myanmar
Myanmar Karte
Myanmar Karte