Der Mount Popa

Ein abenteuerlicher Aufstieg zu einem magischen Ort

Wie eine Fata Morgana hebt sich der Mount Popa von der vergleichsweise kargen Umgebung ab und ragt mit seinen saftig grünen Wäldern 1.518 Meter in die Höhe. Der inaktive Vulkanberg befindet sich in Zentral-Myanmar, rund 50 Kilometer südlich der Tempelstadt Bagan. Sein wertvoller Baumbestand ist bis heute erhalten geblieben, da der Mount Popa zum Nationalpark erklärt wurde. Warum dieser Berg unglaublich faszinierend und mystisch zugleich und ein absolutes Highlight ist - lesen Sie mehr!

Das Kloster von Mount Popa wurde auf einem erloschenen Vulkanberg errichtet und liegt ca. 50 Kiliometer südlich von Bagan.
Das Kloster von Mount Popa wurde auf einem erloschenen Vulkanberg errichtet.

Die Entstehung des Mount Popa

Es müssen unglaubliche Kräfte gewesen sein, die zur Entstehung des Mount Popa beigetragen haben. Erzählungen nach soll es im Jahr 442 v.Chr. ein gewaltiges Erdbeben gegeben haben mit der Folge, dass sich die Vulkanmasse rund 1.000 Meter über der Ebene aufgetürmt hat. Vulkanerde ist überaus fruchtbar, und so kommt es, dass sich in den dichten Wäldern des Mount Popa eine vielfältige Flora mit zahlreichen Blumenarten verbirgt, unter denen auch mehrere Orchideenarten zu finden sind. Zu dieser einzigartigen Flora gehört der Sagabaum. Das ist eine gelb blühende Magnolienart, deren duftende Blüten gesammelt und als Souvenir verkauft werden. Das erklärt auch den Namen des Berges, denn "Popa" leitet sich aus dem Sanskrit ab und bedeutet übersetzt "Blume".

Auf dem Weg zum Mount Popa

Es bietet sich an, einen Tagesausflug von Bagan aus zum Mount Popa zu machen, wobei die Anreise bis zu 1,5 Stunden dauern kann. Allein die Fahrt dorthin ist atemberaubend beim Anblick der von Palmyrapalmen gesäumten Landschaft. Ihre Stämme können Höhen von bis zu 30 Metern erreichen, deren Kronen aus einem Dutzend fächerförmiger, bis zu 3 Meter langen Blättern bestehen. Wer einen Zwischenstopp einlegt, kann die Bauern bei der Gewinnung und Herstellung von Palmzucker und Palmwein beobachten, die aus den männlichen Blütenständen gewonnen werden.

Der steile Aufstieg auf den Popa Taung Kalat

Die meisten Besucher werden den weniger beschwerlichen Aufstieg auf den Popa Taung Kalat wählen. Bis zur 120 Meter hoch gelegenen Spitze des Taung Kalat führen 787 überdachte Stufen. Der Hauteingang zum überdachten Aufgang befindet sich an der durch das Pilgerdorf führenden Straße. Deutlich sichtbar wird er von zwei großen weißen Elefanten bewacht, während gegenüber zwei imposante Tiger aufgestellt sind sowie ein Schrein mit der Popa Maedaw und den 37 anderen offiziellen Nats. Um den Eingang tummeln sich zahlreiche Makaken-Affen, die auf Futter lauern. Wer über eine gute Kondition verfügt, schafft den steilen Aufstieg zum Popa Taung Kalat in rund 30 Minuten. Nach ungefähr einem Drittel der Wegstrecke müssen die Schuhe ausgezogen werden. Ab hier ist nur noch barfuß laufen erlaubt. Am Rand gibt es immer wieder Sitzgelegenheiten und Verkaufsstände, wo Getränkeverkäufer auf keuchende und durstige Touristen warten. Die Makaken begleiten übrigens den Aufstieg, weshalb Sie mitgeführte Süßigkeiten oder Bananen gut verstauen sollten. Das buddhistische Kloster auf dem Popa Taung Kalut ist einer der bedeutendsten Pilgerorte für buddhistische Mönche, Gläubige und Nonnen. Auch wenn das Kloster kaum Sehenswürdigkeiten zu bieten hat, ist der Ausblick in Richtung des erloschenen Vulkankegels und über die weite Ebene einfach phantastisch.

Das Pilgerdorf am Fuße des Popa Taung Kalats

Am Fuße des Vulkankegels befindet sich das Pilgerdorf. Entlang der einzigen Straße befinden sich zahlreiche Geschäfte und Restaurants. Viel Trubel gibt es an den beiden Festtagen. Dann ist der Verkehr teilweise chaotisch. Jedes Jahr findet zum Vollmond im November / Dezember das Nat-Fest statt. Es ist das wichtigste Fest, das zu Ehren der 37 Mahagiri Nat Geister stattfindet. Bereits im September wird zu Ehren des Magiers Bo Min Gang, dem übernatürliche Kräfte nachgesagt werden, ein Fest veranstaltet. Der Legende nach ist der Magier nicht verstorben, sondern hat sich in Luft aufgelöst.

Am Fuße des weithin sichtbaren Mount Popa befindet sich ein kleines Pilgerdorf der Anhänger des burmesischen Nat Kults.
Am Fuße des weithin sichtbaren Mount Popa befindet sich ein kleines Pilgerdorf.

Der Nat-Kult am Mount Popa

Der Popa Taung Kalat ist das eigentliche Zentrum der Nat-Verehrung in Myanmar. Nats sind dem Grunde nach Geister, die bei der Erfüllung von Wünschen helfen können. Unterschieden wird zwischen regionalen und offiziellen Nats, wobei es in Myanmar 37 offizielle Nats gibt. Die meisten von ihnen sind reale berühmte Personen, die teilweise unter tragischen Umständen ihr Leben verloren haben. Daneben gibt es Nats, die symbolisch für menschliche Fehler, Schwächen und Laster sind. Am Popa Taung Kalat gibt es vor allem einen weiblichen Nat, der besonders verehrt wird. Die nachfolgende Geschichte erzählt vom gebrochenen Herzen von Mae Wanna, die zum mächtigen Schutzgeist des Mount Popa wurde und als Nat verehrt wird

Popa Maedaw: Der Schutzgeist des Mount Popa

In der Zeit des Königs Anawrahta, der von 1044 bis 1078 Herrscher von Bagan war, hatte sich Mae Wanna Thanegi in die Wälder des Berges zurückgezogen, um zu meditieren. Sie war die schöne Schwester des gefangenen Mon-Königs Manuha. Damit ihr niemand zu nahe kam oder ihr etwas antun konnte, bat sie Buddha, ihr die Gestalt einer Dämonin zu geben. Nur auserwählte Menschen konnten deshalb ihre Schönheit sehen. Sie ernährte sich von den auf der Vulkanerde wachsenden Blumen rund um den Berg. Eines Tages kam Byat-ta zum Mount Popa. Er war ein aus Indien stammender Moslem und Krieger und stand in Diensten des Königs Anawrahta. Jeden Morgen musste er für ihn frische Blumen in den Palast bringen. Da Byat-ta über übersinnliche Kräfte verfügte, blieb ihm die wahre Schönheit von Mae Wanna nicht verborgen. Er verliebte sich in sie, und die Geschichte nahm ihren Lauf. Nach der Geburt von Zwillingssöhnen wurde der Krieger getötet, weil er immer häufiger zu spät zum Königshof zurückkehrte, in dessen Dienst er weiterhin gestanden hatte. Die beiden Söhne wurden anschließend zum Palast von Anawrahta verschleppt. Diesen Verlust konnte die Popa Medaw nicht überwinden und starb an gebrochenem Herzen. Ihr Mann und später auch ihre Söhne werden heute als die berühmten Taungbyone-Nats verehrt, während Mae Wanna zu einem mächtigen Schutzgeist des Berges wurde. Viele Orte auf dem Mount Popa erinnern an sie. Da Byat-ta Moslem war, wird bis

heute rund um den Berg kein Schweinefleisch gegessen. Mae Wanna war immer schwarz gekleidet, weshalb Sie diese Farbe beim Besuch des Mount Popa vermeiden sollten.

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